Stille Nacht, hundige Nacht – Weihnachten mit Hund
Die Weihnachtszeit verbinden wir mit Gemütlichkeit, Kerzenlicht, Plätzchenduft, festlicher Dekoration und Zeit mit der Familie. Und dazu gehören natürlich auch unsere Hunde. Doch die Feiertage bringen für Vierbeiner auch Stress und einige Gefahren mit sich. In diesem Ratgeber erfährst du, wie du deinem Hund eine Freude machst und ihn sicher durch Weihnachten und Silvester bringst.
Wie bereite ich meinem Hund frohe Weihnachten?
Selbstverständlich möchten wir auch unseren Fellnasen zu Weihnachten eine Freude machen. Ob der Hund ein Geschenk oder ein Festessen bekommt, hängt ganz vom Menschen ab. Fest steht: Hunde wissen nicht, dass Weihnachten ist. Trotzdem freuen sie sich über ein paar extra Leckerchen, ein neues Spielzeug oder ein kuscheliges Körbchen.
Auch anderweitig können wir unserem Hund etwas Gutes tun. Für viele Hunde bedeutet der Trubel an den Feiertagen Stress. Hier gilt es, einen Rückzugsort zu schaffen: einen Raum, in dem der Hund in Ruhe gelassen wird, oder eine Transportbox in einer ruhigen Ecke. Auch Hunde, die sich nicht von selbst zurückziehen, sondern überdrehen, sollten von Zeit zu Zeit aus der Situation genommen und heruntergefahren werden. Dennoch sollte der Hund zwischen Besuchen und Festessen nicht vergessen werden – er braucht genauso viel Beschäftigung, Bewegung und Zuwendung wie sonst. Ein ausgedehnter Feiertagsspaziergang zwischen den üppigen Mahlzeiten tut Mensch und Hund gut.
Weihnachtsbaum und Deko hundesicher machen
Für Hunde birgt die Weihnachtsdekoration Gefahren:
· Kerzen außer Reichweite aufstellen und nur unter Beobachtung anzünden – verbrannte Nasen oder Schwanzspitzen und umgestoßene Kerzen sind reale Risiken.
· Den Weihnachtsbaum so aufstellen und fixieren, dass ihn auch ein freudiger Hund nicht umwerfen kann.
· Kleinteile von Geschenkverpackungen im Blick behalten – sie werden schnell verschluckt.
Giftige Weihnachtspflanzen und Lebensmittel für Hunde
Beliebte Deko-Pflanzen wie Misteln und Weihnachtssterne sind giftig für Hunde. Auch Tannennadeln sollten nicht gefressen werden: Sie enthalten ätherische Öle, die langfristig zu gefährlichen Leber- und Nierenschäden führen können.
Viele weihnachtliche Speisen und Getränke sind für Hunde ebenfalls giftig:
· Glühwein und Punsch – Alkohol ist generell giftig für Hunde
· Schokolade und Kakao in jeder Form
· Macadamia-Nüsse
· Muskatnuss, Rosinen und Zimt in größeren Mengen
· Lebkuchen und Plätzchen, die diese Zutaten oft enthalten
Silvester mit Hund: Angst vor Feuerwerk lindern
Nach Weihnachten naht Silvester – für viele Hunde einer der unbeliebtesten Tage im Jahr. Laute Böller und grelle Lichtblitze lösen bei vielen panische Angst aus. So hilfst du deinem Hund:
· Kurz vor Mitternacht die Rollläden herunterlassen, den Hund in der Wohnung lassen und mindestens einen vertrauten Menschen bei ihm bleiben lassen.
· Dich normal verhalten und den Hund nicht übermäßig „betüddeln“ – sonst bestärkst du seine Angst.
· Rund um Silvester beim Spaziergang den Hund möglichst nicht ableinen und gut sichern, da schon vor und nach dem Jahreswechsel geböllert wird.
· Die letzte Gassirunde im alten Jahr möglichst weit vor Mitternacht legen.
Tiere gehören nicht unter den Weihnachtsbaum
Jedes Jahr müssen Tierheime zu Jahresbeginn eine Flut ausgemusterter „Weihnachtsgeschenke“ aufnehmen. Zu oft merken Menschen nach wenigen Wochen, dass Tiere Arbeit machen, dass der süße Welpe schnell groß wird und Erziehung braucht und bei jedem Wetter raus muss. Deshalb eignen sich Tiere nicht als spontane Weihnachtsgeschenke. Die Entscheidung für ein Tier sollte gründlich überlegt, von allen im Haushalt getragen und unabhängig von Feiertagen gefällt werden. Viele Tierheime haben in der Vorweihnachtszeit deshalb einen Vermittlungsstopp.
Häufige Fragen (FAQ)
Welche Lebensmittel sind an Weihnachten giftig für Hunde?
Schokolade und Kakao, Alkohol (Glühwein, Punsch), Macadamia-Nüsse sowie Muskatnuss, Rosinen und Zimt in größeren Mengen. Sie stecken oft in Lebkuchen und Plätzchen.
Welche Weihnachtspflanzen sind für Hunde gefährlich?
Misteln und Weihnachtssterne sind giftig. Tannennadeln enthalten ätherische Öle, die langfristig Leber und Nieren schädigen können, und sollten nicht gefressen werden.
Wie sichere ich den Weihnachtsbaum vor dem Hund?
Stelle den Baum stabil und fixiert auf, halte Kerzen außer Reichweite und achte auf Kleinteile von Geschenkverpackungen, die verschluckt werden könnten.
Wie helfe ich meinem Hund an Silvester?
Rollläden schließen, einen vertrauten Menschen bei ihm lassen, dich normal verhalten und den Hund beim Spaziergang gut sichern. Die letzte Runde sollte weit vor Mitternacht liegen.
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